Halbjahresergebnis 2001 der COS-Gruppe
Strategiekonformes Umsatzwachstum - akquisitionsbedingte Sonderkosten Ergebniserwartung deutlich über Vorjahr
Baden, 4. September 2001 - Die COS Computer Systems AG Baden veröffentlichte heute ihr konsolidiertes Gruppenergebnis für das per 30. Juni 2001 abgeschlossene erste Semester 2001.
Kennzahlen auf einen Blick
| COS-Gruppe | 1.Sem. 2001 | 1.Sem. 2000 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. CHF | 651.5 | 431.6 | + 50,6 % |
| Bruttoertrag | Mio. CHF | 38.2 | 31.2 | + 31,2 % |
| Betriebsergebnis vor Sonderkosten | Mio. CHF | 2.9 | 3.5 | -17,1 % |
| Betriebsergebnis nach Sonderkosten | Mio. CHF | 0.4 | 3.5 | -88,6 % |
| Bereichsumsätze | ||||
| Distribution | Mio. CHF | 576.0 | 390.4 | +47,5 % |
| Handel und Finanzierung | Mio. CHF | 63.4 | 38.4 | +65,1 % |
| E-Business | Mio. CHF | 12.1 | 2.8 | 332,1 % |
Mit einem mehrheitlich akquisitionsbedingten Umsatzzuwachs von 50,9 % gelang es der COS-Gruppe im ersten Halbjahr 2001, ihren mittelfristigen Wachstumszielen ein grosses Stück näher zu rücken. Die allgemein schwache Entwicklung der Absatzmärkte für Computerhardware bremste die innere Wachstumsdynamik der Gruppe und setzte namentlich im Distributionsbereich die Margen unter zusätzlichen Druck.
Während die beiden Geschäftsbereiche Distribution und Systemintegration insgesamt ein positives Betriebsergebnis vorwiesen, schrieb der Bereich "E-Business" immer noch rote Zahlen. Hinzu kommt, dass durch die Integration der rückwirkend per 1. Januar 2001 übernommenen Distributionsfirma Alltron AG und ihrer Verschmelzung mit der COS Distribution AG sowie durch die im April abgebrochenen Bemühungen, verschiedene Gesellschaften der Karma Gruppe zu übernehmen, Sonderkosten in der Höhe von CHF 2,5 Mio. entstanden sind. Ferner hatte sich bei der COS Distribution AG bis zum Zeitpunkt der Zusammenlegung mit der Alltron AG bereits ein operativer Verlust von CHF 2,5 Mio. kumuliert. Und schliesslich wies auch die Alltron AG im ersten Halbjahr überraschend ein unbefriedigendes Ergebnis aus. Dies alles führte dazu, dass die COS-Gruppe für das erste Semester lediglich ein Betriebsergebnis in der Höhe von CHF 0,4 Mio. vorweisen kann.
"Aufgrund der seit dem Frühjahr anhaltend schwachen Nachfrageentwicklung für Computer und Peripheriegeräte konnten wir die Kosten, welche im Zusammenhang mit der Verschmelzung unserer beiden schweizerischen Distributionsfirmen entstandenen, nicht ausreichend durch inneres Wachstum kompensieren," sagte Kurt Früh, CEO der COS-Gruppe. "Dies hat leider die zum Teil sehr erfreulichen Leistungsausweise anderer Geschäftseinheiten etwas überschattet."
Mit einem Halbjahresumsatz von CHF 576,0 hat der Geschäftsbereich Distribution dank der Akquisition der Alltron AG die anvisierten Umsatzziele erreicht. Gleichzeitig wurde mit dieser Übernahme eine nachhaltige Lösung für die mit grossen Schwierigkeiten kämpfende schweizerische Distributionsgesellschaft COS Distribution AG erzielt. Durch die Zusammenlegung der COS Distribution AG mit der Alltron AG verfügt der Bereich Distribution nun auch in der Schweiz über die für einen langfristigen Erfolg erforderliche Grösse. Die deutsche P&T Computer GmbH war von der rückläufigen Marktnachfrage am schwersten betroffen und verfehlte die Umsatzziele für das erste Semester klar. Dennoch erwirtschaftete sie einen ansprechenden Ertrag. Der auf den Handel mit.
Speicherchips spezialisierten S&S Computer GmbH hingegen gelang es, den dramatischen Preiszerfall auf dem weltweiten Chipmarkt durch ein kräftiges Mengenwachstum zu kompensieren, den Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau zu halten und die Ertragslage sogar deutlich zu verbessern. Die österreichische Distributionsgesellschaft befindet sich sowohl umsatz- wie ertragsmässig auf Budgetkurs.
"Im Distributionsbereich verfügt die Gruppe nun in ihren drei Kernmärkten Schweiz, Deutschland und Österreich über schlagkräftige und konkurrenzfähige Gesellschaften," kommentierte Kurt Früh. "Nun gilt es, unsere Einkaufskraft und Präsenz im deutschsprachigen Europa konsequenter zu bündeln und so unsere Margen und Erträge nachhaltig zu verbessern," ergänzte er.
Aus diesem Grund wurde per anfangs September der Marktauftritt der verschiedenen Ländergesellschaften vereinheitlicht. Alle Distributionsfirmen operieren nun unter dem Firmennamen "COS Distribution", und die vormalige S&S Computer GmbH firmiert neu unter dem Namen COS Memory AG.
Der Bereich Handel und Systemintegration erzielte im ersten Semester 2001 einen Umsatz von CHF 63,4 Mio., was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme von 65,1 % entspricht. Sowohl die COS Services AG in der Schweiz wie die COS Concat GmbH in Deutschland vermeldeten volle Auftragsbücher. Beide arbeiteten umsatz- wie ertragsmässig deutlich über Vorjahr. Die junge Tochtergesellschaft in Österreich liegt im Bereich der Zielvorgaben. Auch in diesem Bereich werden alle Ländergesellschaften inskünftig unter dem Namen COS Concat ihre Märkte bearbeiten.
Der auf die Vermarktung gebrauchter Computerhardware fokussierte Geschäftsbereich E-Business weist einen Halbjahresumsatz von CHF 12,1 Mio. aus und liegt damit deutlich unter Budget. Vor allem in der Schweiz konnten die ehrgeizigen Zielsetzungen nicht erreicht werden, da bereits zugesagte Belieferungen mit Gebrauchtgeräten ausblieben. Darüber hinaus stagnierten auch die Verkäufe über die Internet-Auktionsplattform "Auctionline" auf tiefem Niveau. Trotz positiven Erfolgen der Tochtergesellschaften in Frankreich und in England entstand in diesem Bereich ein Betriebsverlust. Massnahmen zur strukturellen Anpassung der Vertriebskanäle und zu einer verstärkten Fokussierung auf Verkäufe an Broker und Fachhändler wurden bereits eingeleitet.
Ausblick
"Wir rechnen damit, dass die COS-Gruppe im zweiten Semester ihr Wachstum etwas verstärkt fortsetzen kann und erwarten einen Jahresumsatz in der Grössenordnung von CHF 1,4 Milliarden," sagte Kurt Früh. "Allerdings wird es uns kaum gelingen, das schwache Halbjahresergebnis vollständig wettzumachen und so das budgetierte Ertragsziel zu erreichen. Unter der Voraussetzung, dass sich die gegenwärtige Marktschwäche nicht weiter akzentuiert, gehen wir dennoch davon aus, auf Stufe Konzerngewinn das Vorjahresresultat um ein Mehrfaches verbessern zu können," fügte er hinzu.
