COS mit verändertem Beteiligungsportfolio
COS mit verändertem Beteiligungsportfolio
Baden, 27. Oktober 2006 – Die COS Computer Systems AG, eine Beteiligungsholding für Handels- und Dienstleistungsunternehmen im IT-Umfeld, weist im saisonal schwachen dritten Quartal einen Konzernverlust von CHF 2,7 Mio. aus. Davon sind jedoch CHF 1,9 Mio. auf den im August 2006 erfolgten Verkauf der Schweizer Distributionsgesellschaft zurückzuführen. Kumuliert für die ersten neun Monate resultiert bei einem Umsatz von CHF 494,8 Mio. ein Konzernverlust von CHF 4,4 Mio.
Nach dem Verkauf der Schweizer COS Concat AG im zweiten Quartal 2006 wurde auch das dritte Quartal durch die Veräusserung der schweizerischen COS Distribution AG von einer Portfolioveränderung geprägt. Aus operativer Sicht stand weiterhin die Umsetzung der Restrukturierungsmassnahmen zur Erreichung des Turnarounds der deutschen COS Distribution AG und Avitos GmbH im Vordergrund. Daneben konnte das Speichergeschäft der COS Memory AG auch über die Sommermonate erfreulich weiterentwickelt werden.
Im dritten Quartal 2006 erzielte die COS Gruppe einen Umsatz von CHF 163,4 Mio. Der Rückgang gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr (CHF 188,5 Mio.) begründet sich hauptsächlich im Wegfall des Umsatzes der beiden verkauften Schweizer Gesellschaften COS Distribution AG und COS Concat AG. Kumuliert auf die ersten neun Monate liegt der Umsatz mit CHF 494,8 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert von CHF 699,6 Mio. Hier ist zu beachten, dass sich die COS Gruppe seit den Leistungsstörungen bei der Einführung des neuen Warenwirtschaftssystems bei der deutschen COS Distribution AG und der Avitos GmbH im dritten Quartal 2005 auf einem reduzierten Umsatzniveau bewegt.
Der Bruttogewinn der COS Gruppe betrug im Berichtsquartal CHF 11,2 Mio. (Vorjahr: CHF 12,1 Mio.). Mit 6,9% lag die Bruttogewinnmarge aufgrund des per Ende Mai 2006 dekonsolidierten schweizerischen System-integrationsgeschäfts unter jener des Vorquartals von 7,7%. Kumuliert per Ende September 2006 beträgt der Bruttogewinn CHF 36,0 Mio. (Vorjahr: CHF 41,5 Mio.) bei einer Bruttogewinnmarge von 7,3% (Vorjahr: 5,9%). Die Margenverbesserung gegenüber dem Vorjahr erklärt sich einerseits aus dem im laufenden Jahr margenstarken Speichergeschäft, andererseits aus dem reduzierten Anteil der Distributionsgesellschaften am Gesamtumsatz.
Erwartungsgemäss konnte auch im saisonal schwachen Berichtsquartal auf Stufe EBIT kein ausgeglichenes Resultat verzeichnet werden. Mit CHF - 0,7 Mio. für das dritte Quartal konnte der Verlust auf Stufe EBIT gegenüber den Vorquartalen jedoch deutlich reduziert werden. Mit einem kumulierten Verlust auf Stufe EBIT von CHF - 3,0 Mio. lag das Betriebsergebnis der ersten neun Monate aber aufgrund der nach wie vor unbefriedigenden Ertragslage der deutschen Gesellschaften COS Distribution AG und Avitos GmbH klar hinter den Erwartungen.
Die Veräusserung der schweizerischen COS Distribution AG führte zwar zu einem positiven Liquiditätseffekt, die Gruppenrechnung wurde jedoch mit einem Buchverlust von CHF 1,9 Mio. belastet. Die Gesellschaft wurde bis Ende Juli im Konsolidierungskreis der COS Gruppe berücksichtigt.
Die Bilanzsumme der COS Gruppe reduzierte sich per Ende September 2006 gegenüber dem Jahresabschluss 2005 um 13,1% auf CHF 153,7 Mio. Neben saisonalen Gründen ist dieser Rückgang auch auf die Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote betrug am 30. September 2006 36,1% (31. Dezember 2005: 33,3%).
Der Personalbestand reduzierte sich durch den Personalabbau in Deutschland und das Ausscheiden der schweizerischen operativen Gesellschaften aus dem Konzernverbund gegenüber Ende 2005 um 166 auf 438 Stellen.
Der Geschäftsgang einzelner Gesellschaften
Die Distributionsgesellschaften erzielten in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von CHF 431,2 Mio. (Vorjahr: CHF 635,8 Mio.), wobei die im August verkaufte schweizerische COS Distribution AG nur bis Ende Juli konsolidiert wurde. Mit einer Bruttogewinnmarge von 5,7% (Vorjahr: 4,6%) betrug der Bruttogewinn nach den ersten neun Monaten CHF 24,4 Mio. (Vorjahr: CHF 28,9 Mio.). Die gegenüber dem Vorjahr verbesserte Margensituation liegt in einem auch während den Sommermonaten margenstarken Speichergeschäft sowie deutlich tieferen Forderungsverlusten begründet.
Mit CHF - 0,2 Mio. auf Stufe EBIT konnte im Berichtsquartal ein fast ausgeglichenes Betriebsergebnis für die Distributionsgesellschaften ausgewiesen werden. Dies ist hauptsächlich auf die über den Erwartungen erfolgreiche COS Memory AG zurückzuführen. Der bei den beiden deutschen Gesellschaften COS Distribution AG und Avitos GmbH vorangetriebene Restrukturierungsprozess zeigte im dritten Quartal erste positive Auswirkungen. Trotz einem klar gesteigerten Umsatzvolumen konnten beide Gesellschaften über die Sommermonate die für eine nachhaltige Gesundung notwendigen Umsatz- und Margenziele aber noch nicht erreichen und belasteten die Quartalsrechnung signifikant.
Die schweizerische und die deutsche Systemintegrationsgesellschaften COS Concat verzeichneten im laufenden Jahr eine stabile Geschäfts-entwicklung. Obwohl die schweizerische Systemintegrationsgesellschaft aufgrund ihrer Veräusserung nur bis Ende Mai konsolidiert wurde, haben die beiden Gesellschaften nach den ersten neun Monaten mit einem kumulierten Umsatz von CHF 63,4 Mio. fast das Vorjahresniveau erreicht (Vorjahr: CHF 65,1 Mio.). Auch auf Stufe EBIT konnte mit CHF 1,5 Mio. trotz des veränderten Konsolidierungskreises das Vorjahresresultat egalisiert werden.
Vorschau auf das Jahresende
Nach dem Bilanzstichtag konnte am 16. Oktober 2006 der Verkauf der deutschen Systemintegrationsgesellschaft COS Concat AG an die amerikanische Meridian Gruppe bekannt gegeben werden. Dieser im Einklang mit der Beteiligungsstrategie stehende Verkauf wird die Konzernrechnung 2006 der COS Gruppe liquiditäts- wie auch ertragsmässig positiv beeinflussen. Ferner fanden anfangs Oktober bei der deutschen COS Distribution AG die seit längerem geführten Bankengespräche eine erfolgreiche Umsetzung. Die neu verhandelten Kreditlinien werden die Finanzierung des laufenden und zukünftigen operativen Geschäftes sicherstellen.
Auch wenn die Restrukturierungsmassnahmen bei der COS Distribution AG und der Avitos GmbH inzwischen Erfolge zeigen, erreichen die beiden Gesellschaften die Rückkehr in die Gewinnzone im vierten Quartal nicht. Daher ist – trotz des positiven Effekts aus dem Verkauf der deutschen COS Concat AG sowie einem stabilen Speichergeschäft – die Erreichung eines ausgeglichenen Gruppenresultates im Jahr 2006 kaum mehr möglich.
Für weitere Informationen:
Kurt Früh, Verwaltungsratpräsident
Markus Zurkirchen, Chief Financial Officer
Tel. +41 56 484 91 00
Medienstelle COS: Tel. +41 56 484 93 70
Die 1973 gegründete COS Computer Systems AG Baden (SWX Valor 201382) ist eine schweizerische Beteiligungsholding im Informatiksektor. Das Portfolio umfasst zurzeit eine auf den internationalen Handel mit Speichermodulen spezialisierte Firma. COS versteht sich als Wachstumsfinanzierer für unternehmergeführte, mittelgrosse Firmen, welche mit entsprechender Kapitalausstattung eine überdurchschnittliche Wertsteigerung erzielen können.
