Die COS-Gruppe richtet sich neu aus
Die COS-Gruppe richtet sich neu aus
Baden, 28. Oktober 2004 - Die COS-Gruppe sieht sich in Zukunft als Wachstumsfinanzierer und Coach von unternehmergeführten Firmen aus dem IT-Umfeld und wird ihre bisherige Strategie eines hochintegrierten Handels- und Dienstleistungskonzerns nicht mehr weiterverfolgen. Das Badener Unternehmen strebt mittelfristig eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15% an und wird aus diesem Grund ihr heutiges Beteiligungsportfolio innerhalb der nächsten zwei Jahre auf eine entsprechende Rentabilität trimmen.
Noch für das Geschäftsjahr 2003 musste die COS-Gruppe einen Reinverlust in der Höhe von CHF -8,9 Mio. ausweisen. Dieses unerfreuliche Resultat wurde hauptsächlich durch die anhaltend defizitären Remarketing-Aktivitäten sowie durch hohe operative Verluste der österreichischen Distributionsgesellschaft verursacht. Angesichts der unbefriedigenden Ertragslage kam der Verwaltungsrat der COS vor rund einem Jahr zur Einsicht, dass das Ziel eines hochintegrierten Konzerns mit führender Marktstellung im umfassenden Handel mit IT-Geräten und -Systemen nicht realisierbar war. Ein Einsatz der dazu notwendigen finanziellen Mittel wäre nicht zu rechtfertigen gewesen.
Als Folge der zwischenzeitlich abgeschlossenen Devestition der Remarketing-Aktivitäten und der erfolgreichen Restrukturierung der Distributionstochter in Österreich ist der COS gelungen, sich wieder in die Gewinnzone zu arbeiten. Der Verwaltungsrat hat in den vergangenen Monaten eine grundsätzliche Standortbestimmung vorgenommen und die strategische Ausrichtung der COS neu definiert.
Rückbesinnung auf die eigenen Stärken
Die COS hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie die Expansion von unternehmergeführten Firmen mit grossem Erfolg vorantreiben kann. Die Mehrheit der heutigen COS-Gesellschaften wurde in den vergangenen sieben Jahren akquiriert und weiterentwickelt. "Nach eigener Beurteilung ist es uns gelungen, den inneren Wert dieser Firmen mehr als zu verdoppeln," sagte Kurt Früh, Präsident des COS-Verwaltungsrates. Quasi als Nebeneffekt einer verhältnismässig regen Akquisitions- und Devestitionstätigkeit hat sich die COS ein beachtliches Know-how bei der Ausarbeitung von Verträgen und Finanzierungen angeeignet.
Weniger erfolgreich gestaltete sich der Aufbau von Konzernstrukturen. "Jedesmal, wenn wir versucht haben, eine integrale Gruppenstrategie umzusetzen, mussten wir erkennen, dass sich Unternehmerpersönlichkeiten nur schwer in organisationsorientierte und synergienutzende Manager transformieren lassen," resümierte Früh. Nun hat der Verwaltungsrat beschlossen, endgültig von der Vision eines zentral geführten Konzerns loszulassen.
Die COS wird in Zukunft wieder unternehmergeführte, mittelgrosse Firmen aus dem deutschsprachigen IT-Umfeld bei ihrem Wachstum unterstützen, die mit entsprechender Kapitalausstattung eine überdurchschnittliche Wertsteigerung erzielen können. Zusätzlich zu finanziellen Mitteln stellt die COS ihren Firmen ein griffiges Kontaktnetz sowie Instrumente für das Management Development und die interne Kontrolle und Planung zur Verfügung.
Angemessene Eigenkapitalrendite im Visier
Über einen Zeitraum von 2 Jahren werden die heutigen COS-Beteiligungen konsequent auf die Erreichung einer jährlichen Eigenkapitalrendite von mindestens 20% getrimmt. Diese Werte werden schon heute von den Systemintgrationsfirmen sowie der COS Memory AG deutlich überschritten. Können Wachstums- und Ertragsziele ausserhalb der COS-Gruppe optimaler oder schneller erreicht werden, so ist die COS bereit, den entsprechenden Firmen zu neuen Chancen zu verhelfen. Freie finanzielle Mittel werden im Rahmen klar definierter Investitions- Grundsätze in neue Beteiligungen investiert.
"Der Verwaltungsrat sowie die Aktionäre erwarten von der COS auf Gruppenebene eine Eigenkapitalrendite von 15%. Eine nachhaltige Verbesserung unserer Profitabilität hat demzufolge unverändert oberste Priorität," kommentierte Früh.
Der Verwaltungsrat der COS wird auf die neuen Anforderungen ausgerichtet und etwas verkleinert. Die Aufsichts- bzw. Verwaltungsräte der operativen Gesellschaften werden durch externe Persönlichkeiten ergänzt, die sowohl branchenspezifisches Know-how als auch ein griffiges Kontaktnetz einbringen können.
Für weitere Informationen:
Kurt Früh, Verwaltungsratpräsident
Markus Zurkirchen, Chief Financial Officer
Tel. +41 56 484 91 00
Medienstelle COS: Tel. +41 56 484 93 70
Die 1973 gegründete COS Computer Systems AG Baden (SWX Valor 201382) ist eine schweizerische Beteiligungsholding im Informatiksektor. Das Portfolio umfasst zurzeit eine auf den internationalen Handel mit Speichermodulen spezialisierte Firma. COS versteht sich als Wachstumsfinanzierer für unternehmergeführte, mittelgrosse Firmen, welche mit entsprechender Kapitalausstattung eine überdurchschnittliche Wertsteigerung erzielen können.
