Ausgeglichenes Ergebnis der COS-Gruppe für 2002
Ausgeglichenes Ergebnis der COS-Gruppe für 2002
-- Verluste im Distributionsgeschäft Schweiz schmälern Gruppenergebnis --
-- Unverändert gesunde Eigenkapitalbasis --
-- Sämtliche Geschäftseinheiten mit soliden Marktpositionen --
Baden, 3. April 2003 - Die COS Computer Systems AG Baden veröffentlichte heute ihren Rechnungsabschluss für das Geschäftsjahr 2002.
Kennzahlen auf einen Blick
(ausser für Personalbestand und Eigenkapital pro Aktie)
2002 | 2001 | +/- % | ||
|---|---|---|---|---|
Umsatz | Mio. CHF | 1'053,1 | 1'273,7 | - 17,3% |
Bruttoergebnis | Mio. CHF | 72,2 | 70,9 | + 1,8% |
EBIT | Mio. CHF | 5,1 | -6,7 | + 176,1% |
Konzernergebnis vor Steuern | Mio. CHF | 3,0 | - 13,8 | + 121,7% |
Konzernergebnis nach Steuern | Mio. CHF | 0,1 | - 14,1 | + 100,7% |
Eigenkapital | Mio. CHF | 89,2 | 90,3 | - 1,2% |
Eigenkapital pro Aktie | Mio. CHF | 47,24 | 47,85 | - 1,2% |
Personalbestand | 690 | 755 | - 8,6% | |
Die im deutschsprachigen Europa sowie in Frankreich und Grossbritannien in ausgesuchten Segmenten der Informationstechnologie tätige COS-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von CHF 1,053 Mia. Gegenüber dem Vorjahresresultat von CHF 1,274 Mia. entspricht dies einem Rückgang von 17,3%. Währungsbereinigt betrug die Abnahme 15,1%. Dieses Resultat ist grösstenteils auf den vor Jahresfrist vollzogenen Ausstieg aus dem PC-Volumengeschäft in der Schweiz zurückzuführen. Allerdings trugen auch die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Umsatzrückgang bei.
Auf Stufe EBIT weist die Gruppe einen Betriebsgewinn von CHF 5,1 Mio. aus und schreibt damit nach dem enttäuschenden Vorjahresresultat (Betriebsverlust CHF 6,7 Mio.) wieder schwarze Zahlen. Diese Verbesserung ist das Resultat einer konsequenten Kostenreduktion. So wurde unter anderem der Personalbestand um 8,6% auf 690 Mitarbeitende reduziert. Dadurch konnten die Verluste aus dem schweizerischen Distributionsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert werden. Zudem verfehlte das Wiedervermarktungsgeschäft im Berichtsjahr die Gewinnschwelle nur noch knapp. Nach Abzug von Zinsen und Steuern schliesst die Jahresrechnung der Gruppe mit einem ausgeglichenen Konzernergebnis von CHF 0,1 Mio. Die COS-Gruppe verfügt nach wie vor über eine solide Eigenkapitalbasis von nahezu 42% der Bilanzsumme sowie über eine gute Liquidität.
"All unsere operativen Einheiten haben eine gesunde Geschäftsbasis, arbeiten effizient und sind auf klar definierte Marktsegmente ausgerichtet. Auch die Tochtergesellschaften, welche gegenwärtig noch keine schwarzen Zahlen schreiben, haben die Talsohle durchschritten und sind fit für die Zukunft," kommentierte Kurt Früh, CEO der COS Gruppe, das Konzernergebnis.
Die COS feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. "Wir möchten diesen kleinen Meilenstein in unserer Firmengeschichte in erster Linie dazu nutzen, um wieder eine angemessene Profitabilität zu erzielen," sagte Früh. "Wir werden auf kostspielige Jubiläumsaktivitäten verzichten und uns dafür umso stärker auf eine Maximierung von Marktresonanz und Wertschöpfung konzentrieren," ergänzte er.
Der Geschäftsgang 2002 in den einzelnen Tätigkeitsbereichen
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Distribution nahm im vergangenen Geschäftsjahr um 18,0% auf CHF 947,6 Mio. ab. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die mit dem anfangs 2002 in der Schweiz vollzogenen Ausstieg aus dem PC-Grosshandel verbundenen Umsatzeinbussen von rund CHF 180 Mio. zurückzuführen. Trotz vermindertem Absatzvolumen und Verlusten im schweizerischen Distributionsgeschäft vermochte der Bereich den Bruttogewinn um 3,3% auf CHF 47,1 Mio. zu verbessern. Auf Stufe EBIT weist das Distributionsgeschäft wieder ein positives Resultat von CHF 3,9 Mio. aus, was nicht zuletzt verschiedenen Kostenreduktionen, namentlich beim Personalaufwand, zuzuschreiben ist.
Ungeachtet des schwierigen Marktumfeldes konnte die deutsche COS Distribution AG ihre Verkaufserlöse um 8,2% auf CHF 631,1 Mio. steigern, wobei allerdings die Erträge als Folge gedrückter Margen nicht mehr ganz das Vorjahresniveau erreichten. Dank der konsequenten Weiterentwicklung des Internet-basierenden Kundenbestellsystems wurden bereits mehr als 20% aller Bestellungen online entgegengenommen.
Nach dem unbefriedigenden Geschäftsgang im Vorjahr zog sich die Schweizer Distributionsgesellschaft anfangs 2002 aus dem verlustreichen Grosshandel mit PCs zurück. Einhergehend mit dieser Massnahme sowie als Folge weiterer Kostenoptimierungen und Strukturbereinigungen wurden rund 70 Stellen abgebaut. Trotz all dieser Massnahmen entwickelte sich der Geschäftsgang anfänglich nur schleppend. Erst im 4. Quartal gelang es, wieder einen Aufwärtstrend einzuleiten. Dennoch wurde die Gewinnschwelle noch nicht erreicht. Die COS Distribution AG in Mägenwil weist für das Berichtsjahr einen Verlust von CHF 6,1 Mio. aus (Vorjahresverlust: CHF 20 Mio).
Mit einem gegenüber dem Vorjahr um 16,2% verbesserten Umsatz vermochte die österreichische Distributionstochter ihre Marktposition weiter auszubauen. Zu diesem kräftigen Wachstum beigetragen hat eine weitere Verbesserung der Warenverfügbarkeit und der Liefergeschwindigkeit. Aufgrund des zäh umkämpften österreichischen Marktes konnten die anvisierten Margen allerdings oftmals nicht erzielt werden.
Die auf den Handel mit Speichermodulen spezialisierte COS Memory AG zählte auch im 2002 wiederum zu den ertragreichsten COS-Töchtern. Obwohl der Umsatz, bedingt durch einen weltweiten Preiszerfall im Chipmarkt, um 16,1% auf CHF 133,3 Mio. zurückfiel, konnten die Margen gehalten werden.
Mit einem Umsatz von CHF 96,0 Mio. erzielte der Geschäftsbereich Handel und Systemintegration gegenüber dem Vorjahr einen um 12,8% rückläufigen Umsatz. Der Bruttogewinn nahm im Vergleich dazu lediglich um 9,6% ab und betrug CHF 18,8 Mio. EBIT lag mit CHF 2,6 Mio. nur leicht unter dem Vorjahreswert.
Der Bestellungseingang der auf die Konfiguration, Realisation und Implementierung von schlüsselfertigen Lösungen für grosse Enterprise-Systeme, Storage- und SAN-Lösungen spezialisierten COS Concat AG reflektierte die sich zunehmend verschlechternde Konjunkturlage in Deutschland. Noch zu Jahresbeginn ausgebaute Personalbestände mussten angesichts der rückläufigen Umsatzentwicklung im 2. und 3. Quartal teilweise wieder abgebaut werden. Erst ab dem 4. Quartal verzeichnete der Geschäftsgang wieder eine steigende Tendenz.
In der Schweiz konnte die COS Concat AG ungeachtet der wenig berauschenden Marktlage auf ein durchwegs positives Geschäftsjahr zurückblicken. Die Geschäftsstelle im österreichischen Feldkirch wurde in die Nähe von Linz verlegt.
Dem auf die Vermarktung gebrauchter IT-Hardware spezialisierten Bereich Remarketing gelang es, die Produktivität und damit auch das operative Ergebnis deutlich zu verbessern. So realisierte der Bereich mit einem nahezu unveränderten Umsatz von CHF 22,5 Mio. eine Verbesserung des Bruttogewinns um 47,4% auf CHF 6,7 Mio. und erzielte auf Stufe EBIT erstmals ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis.
Dank der Konzentration auf den Verkauf von mittleren und grossen Posten an Händler, Spezialdistributoren und Fachgeschäfte konnte der Bereich seine operative Effizienz signifikant verbessern. Vor dem Hintergrund eines sehr trockenen Beschaffungsmarktes wurden vermehrt auch Gebrauchtgeräte aus den USA importiert und weitervermarktet. Von den vier Wiedervermarktungstöchtern in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und der Schweiz wurden gesamthaft mehr als 100'000 Geräte umgesetzt.
Ausblick
Die COS-Gruppe wird sich auch im Jahr 2003 vorrangig auf eine nachhaltige Verbesserung ihrer Ertragskraft konzentrieren. Die Konzernleitung geht davon aus, dass sich die Profitabilität im laufenden Geschäftsjahr verbessern wird.
"Wir rechnen für das laufende Jahr nicht mit einer wesentlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die COS-Gruppe ist jedoch durchaus in der Lage, ein weiteres Jahr oder auch länger ohne Schaden durchzustehen," sagte Kurt Früh. "Alle unsere Unternehmensteile sind auf gutem Kurs und verfügen über eine im Kern solide Geschäftsbasis," führte er weiter aus.
Als Folge politischer Unsicherheiten hat sich die Konjunkturlage im 1. Quartal weiter verschlechtert. Von dieser Entwicklung blieben auch die Verkäufe der COS-Gruppe nicht unbeeinflusst. So fiel der Umsatz in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres schwächer aus als erwartet, weshalb für das erste Quartal bestenfalls mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet werden kann. Die Resultate für das erste Quartal 2003 werden am 30. April bekanntgegeben.
Für weitere Informationen:
Kurt Früh, Verwaltungsratpräsident
Markus Zurkirchen, Chief Financial Officer
Tel. +41 56 484 91 00
Medienstelle COS: Tel. +41 56 484 93 70
Die 1973 gegründete COS Computer Systems AG Baden (SWX Valor 201382) ist eine schweizerische Beteiligungsholding im Informatiksektor. Das Portfolio umfasst zurzeit eine auf den internationalen Handel mit Speichermodulen spezialisierte Firma. COS versteht sich als Wachstumsfinanzierer für unternehmergeführte, mittelgrosse Firmen, welche mit entsprechender Kapitalausstattung eine überdurchschnittliche Wertsteigerung erzielen können.
