COS mit positivem Jahresabschluss 2007

Anspruchvolles Marktumfeld im Speicherbereich
Ergebnis von Sonderfaktoren beeinflusst

Baden, 27. März 2008 – Die COS Gruppe schloss das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 mit einem konsolidierten Gewinn von CHF 6,3 Mio. ab. Wesentlich dazu beigetragen haben Sondereffekte aus dem nicht fortgeführten Geschäft. Im fortgeführten Geschäft erzielte die COS Gruppe bei einem Umsatz von CHF 127,0 Mio. einen Gewinn nach Steuern von CHF 1,4 Mio. Die strategische Neuausrichtung der COS Gruppe hat auch im laufenden Geschäftsjahr erste Priorität.

Fortgeführtes Geschäft: Schwieriges Umfeld für das Speichergeschäft
Das fortgeführte Geschäft der COS Gruppe beinhaltet das Speichergeschäft der COS Memory sowie die Konzern- und Holdingaktivitäten.

Der Speichermarkt war 2007 von einem grossen Überangebot geprägt. Der Preiszerfall von bis zu 70% auf einzelnen Komponenten schmälerte die Ertragsaussichten führender Hersteller. Die teils grossen Lagerbestände von Herstellern, Distributoren und im Fachhandel erhöhten den Druck auf die Marge. Dieses schwierige Marktumfeld führte bei der COS Memory dazu, dass das Geschäft mit der Eigenmarke „ExtreMemory“ aufgrund des Wegfalls von Preisvorteilen stark rückläufig war und somit im Vergleich zu den ausgezeichneten Ergebnissen der Vorjahre im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 auf der ganzen Front tiefere Resultate erzielte.

So blieb der konsolidierte Umsatz des fortgeführten Geschäfts mit CHF 127,0 Mio. über 16% unter dem Vorjahreswert. Dies obwohl die COS Memory auch 2007 ihre abgesetzten Stückzahlen erhöht hat und dadurch ihre in Deutschland führende Marktposition halten konnte. In der Folge sank der Bruttogewinn des fortgeführten Geschäfts gegenüber dem Vorjahr um rund 30% auf CHF 10,1 Mio. Dieser im Vergleich zur Umsatzentwicklung prozentual deutlich 2/5 stärkere Rückgang des Bruttogewinns zeigt die verschärfte Wettbewerbssituation im vom starken Preiszerfall betroffenen Speichermarkt. Dies erklärt auch im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr tiefere Bruttogewinnmarge von 8,0% (Vorjahr 9,5%).

Unter Ausklammerung der Sonderkosten für Personalrestrukturierungen von CHF 0,5 Mio. und der Kosten aufgrund der Anwendung von IFRS 2 für ein im März lanciertes Kaderoptionsprogramm von CHF 0,3 Mio., konnten die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr nur beschränkt gesenkt werden. Einerseits vermochte die COS Memory ihre Personalkostenstruktur nicht im Gleichschritt an die stark veränderte Marktsituation anzupassen, andererseits erlaubten die auf Stufe Konzern und Holding zu bewältigenden Aufgaben vorderhand nur teilweise eine Anpassung der Strukturen.

Die übrigen Betriebskosten konnten gegenüber dem Vorjahr zum Teil aber wesentlich gesenkt werden. Einzige Ausnahme bilden die Rechts- und Beratungskosten, welche gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen sind, primär verursacht durch die weit vorangeschrittenen Arbeiten des im April 2007 abgebrochenen Akquisitionsprojektes mit der Swissbit Gruppe.

Auf Stufe EBIT weist die COS Gruppe für das fortgeführte Geschäft nach Berücksichtigung der Konzern- und Holdingkosten ein Ergebnis von CHF –1,5 (Vorjahr CHF 3,1 Mio.) aus. Dank einem positiven Finanzergebnis von CHF 2,1 Mio. und Steuergutschriften aus Vorjahren resultiert für das fortgeführte Geschäft einen Gewinn von CHF 1,4 Mio. (Vorjahr CHF 4,1 Mio.).

Nicht fortgeführtes Geschäft: Positive Sondereffekte
Das nicht fortgeführte Geschäft beinhaltet alle Effekte der von der COS Gruppe im Jahr 2006 veräusserten Gesellschaften oder Aktivitäten.

Mit einem Ergebnisbeitrag von CHF 4,9 Mio. beeinflussten Effekte aus dem nicht fortgeführten Geschäft die Konzernrechnung 2007 der COS Gruppe wesentlich: insbesondere ein über Erwarten positiver Verkauf des Ende 2006 zur Veräusserung bestimmten deutschen Logistikund Verwaltungsgebäudes, realisierte Kursgewinne auf der teilweisen Veräusserung der Beteiligung an der tiscon AG sowie weggefallene bzw. zwischenzeitlich tiefer eingeschätzte Risiken aus den im letzten Jahr durchgeführten Verkaufstransaktionen.

Die COS Gruppe schliesst die Konzernrechnung 2007, unter Berücksichtigung der positiven Effekte aus dem nicht fortgeführten Geschäft, mit einem konsolidierten Gewinn von CHF 6,3 Mio. (Vorjahr CHF –27,1 Mio.).

Bilanz: Hoher Anteil liquider Mittel
Die Bilanzsumme reduzierte sich insbesondere durch den Verkauf des Logistik- und Verwaltungsgebäudes in Linden gegenüber dem Vorjahr um weitere 19% und betrug Ende 2007 CHF 56,2 Mio. (Vorjahr CHF 69,6 Mio.). Die liquiden Mittel beliefen sich per 31. Dezember 2007 auf CHF 34,2 Mio. (Vorjahr CHF 22,8 Mio.) und machten -über 60% aller Aktiven aus. Mit einer Eigenkapitalquote von 70,1% (Vorjahr 47,1%) belief sich das Eigenkapital per Ende 2007 auf CHF 39,4 Mio. (Vorjahr CHF 32,8 Mio.). Auch nach Durchführung der Ende Januar 2008 durch eine ausserordentliche Generalversammlung beschlossene Nennwertrückzahlung von CHF 12 pro Inhaberaktie, wird die COS Gruppe über ein respektables Liquiditätspolster und eine ansprechende Eigenkapitalquote verfügen.

Aussicht: Strategische Neuausrichtung
Im laufenden Jahr wird das anhaltende Überangebot an Produkten weiterhin einen hohen Margendruck verursachen. Die Situation auf dem Speichermarkt dürfte sich erst gegen Ende des Jahres entspannen, wenn technologisch neue Produkte auf den breiten Markt gelangen werden. Für die COS Memory bedeutet dies, dass sie ihr Geschäft auch im laufenden Jahr unter anspruchsvollen Marktbedingungen führen muss. Dieser Entwicklung wurde bei der COS Memory wie auch auf Holdingstufe bereits im Geschäftsjahr 2007 durch zusätzliche Massnahmen zur Kostensenkung Rechnung getragen, allen voran bei den Personalkosten.

Der Verwaltungsrat wird sein Hauptaugenmerk weiterhin auf die strategische Neuausrichtung der COS Gruppe legen. Dabei wird unverändert nach einem Akquisitionsobjekt gesucht, das in einem Wachstumsmarkt eine führende Wettbewerbsposition einnimmt, profitabel arbeitet und über ein stabiles und erfahrenes Management verfügt. „Auch wenn die Suche nach einem geeigneten Partner länger dauert als erwünscht, hält der Verwaltungsrat konsequent an diesen Anforderungskriterien fest, um das Ziel einer ansprechenden Eigenkapitalrendite in Zukunft erreichen zu können“, äusserste sich Kurt Früh, Präsident des Verwaltungsrats. „Die Ende Januar 2008 anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung beschlossene Nennwertrückzahlung von rund CHF 22,6 Mio. hilft uns, bei der strategischen Neuausrichtung keinen unnötigen Zeitdruck zu schaffen und gleichzeitig den Nachteilen einer Überkapitalisierung entgegenzuwirken“, führte Kurt Früh weiter aus.

Für den im Verlaufe dieses Frühjahres ausscheidenden Finanzchef Markus Zurkirchen hat der Verwaltungsrat Roger Nötzli zum neuen CFO berufen. Roger Nötzli ist seit 2000 bei der COS Gruppe als Group Controller tätig und wird seine neue Funktion per 1. April 2008 übernehmen.

Die Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2007 findet am 8. Mai 2008 in Baden statt. Die detaillierten Anträge des Verwaltungsrates werden fristgerecht anfangs April veröffentlicht.

Für weitere Informationen:
Kurt Früh, Verwaltungsratspräsident
Markus Zurkirchen, Chief Financial Officer
Tel. +41 56 484 91 00

COS Geschäftsbericht 2007: http://www.cosag.com/akt_berichterstattung.html

Nächste Daten

8. Mai 2008

Generalversammlung 2008

15. August 2008

Halbjahresbericht 2008

Erfolgsrechnung

2007

2006

Umsatz

Mio. CHF

127,0

151,8

Bruttogewinn

Mio. CHF

10,1

14,4

EBIT

Mio. CHF

-1,5

3,1

Ergebnis fortgeführtes Geschäft

Mio. CHF

1,4

4,1

Konzernergebnis

Mio. CHF

6,3

-27,1

Cashflow

Mio. CHF

1,5

-1,6

Bilanz

31.12.2007

31.12.2006

Eigenkapital

Mio. CHF

39,4

32,8

Bilanzsumme

Mio. CHF

56,2

69,6

Mitarbeiter

31.12.2007

31.12.2006

Personalbestand

85

100

Die 1973 gegründete COS Computer Systems AG Baden (SWX Valor 201382) ist eine schweizerische Beteiligungsholding im Informatiksektor. Das Portfolio umfasst zurzeit eine auf den internationalen Handel mit Speichermodulen spezialisierte Firma. COS versteht sich als Wachstumsfinanzierer für unternehmergeführte, mittelgrosse Firmen, welche mit entsprechender Kapitalausstattung eine überdurchschnittliche Wertsteigerung erzielen können.

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